Tipp 03 - Die telefonische Bewerbung

Wenn Sie in einer Stellenanzeige nicht ausdrücklich aufgefordert werden, sich schriftlich zu bewerben, und wenn außerdem eine Telefonnummer angegeben ist, ist es sinnvoll, auf jeden Fall zunächst telefonisch Kontakt aufzunehmen. Es kann sein, dass Sie anschließend trotzdem noch um eine schriftliche Bewerbung gebeten werden. Aber vielleicht haben Sie dann durch das Telefongespräch schon genügend Informationen über die Stelle, um zu wissen, ob sich für Sie der Aufwand lohnt.

Wenn Sie sich am Telefon melden, nennen Sie Ihren Namen, die Stelle, auf die Sie sich bewerben und verweisen auf die Informationsquelle.

Der Personalchef wird vermutlich schon in diesem Telefongespräch einiges von Ihnen wissen wollen. Normalerweise sind dies noch nicht viele Fragen, denn es folgt ja ggf. noch ein persönliches Vorstellungsgespräch. Leider wissen Sie aber nicht vorher, was er Sie schon am Telefon fragen wird. Das bedeutet, Sie müssen auf alle möglichen Fragen vorbereitet sein. Machen Sie deshalb zur Vorbereitung auf ein telefonisches oder persönliches Bewerbungsgespräch eine Liste mit den üblichen Bewerbungsfragen und überlegen Sie sich Ihre Antwort. Vielleicht können Sie auch einen Freund bitten, Ihnen als Übung einmal die Fragen zu stellen und sie versuchen Ihre Antwort laut zu geben. Anschließend besprechen Sie Ihre Antworten gemeinsam.

Auch Sie wollen gerne Informationen über die Stelle haben. Aber da der Personalchef vermutlich viele Anrufe bekommt und damit nur begrenzte Zeit für die einzelnen Telefongespräche hat, sollten Sie nicht zu viel fragen. Andererseits sollten Sie nach dem Telefonat so viele Informationen erhalten haben, dass Sie wissen, ob Sie weiter an der Stelle Interesse haben und sich ggf. noch schriftlich bewerben und/oder zu einem Vorstellungsgespräch gehen. Machen Sie sich einen Zettel mit den Fragen, die für Sie persönlich wichtig sind und legen ihn neben das Telefon. Einige Informationen erhalten Sie vielleicht von selber, andere müssen Sie erfragen. Welche Fragen wichtig sind, ist je nach Person unterschiedlich. Für einen Bewerber, der morgens vor der Arbeit noch sein Kind in den Kindergarten bringen muss, ist beispielsweise der tägliche Arbeitsbeginn sehr wichtig, für andere mag dies von untergeordneter Bedeutung sein. Übrigens: Sie können ruhig nach dem Stundenlohn / Gehalt fragen. Aber dies sollte vielleicht nicht die erste oder einzige Frage sein.


Tipp 04 - Die schriftliche Bewerbung (allgemein)

In die schriftliche Bewerbung gehören folgende vier Dinge:

  • Bewerbungsschreiben
    Verwenden Sie für das Bewerbungsschreiben weißes, unliniertes DIN-A4-Papier. Gliedern Sie das Anschreiben klar, sehen Sie sich Musterbriefe an. Das Anschreiben klemmen Sie bitte nicht in die Bewerbungsmappe, sondern legen es unter einen Klarsichtdeckel.
  • Lebenslauf
    Er muss lückenlos und übersichtlich sein. Es wäre gut, ihn mit einer Schreibmaschine oder mit dem PC zu schreiben; orientieren Sie sich ein einem Muster. Wir gehen auf den Lebenslauf im nächsten Tipp noch genauer ein.
  • Foto
    Lassen Sie ein gutes, freundliches Portrait-Foto machen; auf der Rückseite des Fotos notieren Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift. Heften Sie das Foto mit Fotoecken oder Klebestreifen auf den Lebenslauf.
  • Zeugniskopien
    Legen Sie nur das letzte Schulzeugnis bei. Wenn Sie schon eine mehrjährige Berufspraxis haben, sind Schulzeugnisse nicht erforderlich.

    Zeugnisse über eine abgeschlossene Berufsausbildung und Fortbildung sollten Sie ebenfalls beilegen.

    Aussagefähige Arbeitszeugnisse beilegen. Für alle Arbeitsverhältnisse, die länger als sechs Monate waren, sollte ein Zeugnis vorliegen.

Die Unterlagen werden chronologisch hinter dem Lebenslauf einsortiert. Das letzte Dokument sollte oben liegen.

Alle Unterlagen legen Sie sauber und ungeknickt in eine Klarsichtmappe; zum Verschicken benutzen Sie daher bitte stets einen (kartonierten) DIN-A4-Umschlag.