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Tipp 09 - Der PersonalfragebogenWenn Sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden, müssen Sie damit rechnen, dass Sie vor dem eigentlichen Gespräch gebeten werden, einen Personalfragebogen auszufüllen. Bei den meisten Zeitarbeitsfirmen ist dies sogar der Regelfall.
Wie Sie sehen werden, müssen Sie viele Datenangaben machen. Diese haben Sie normalerweise nicht alle im Kopf. Nehmen Sie also entsprechende Unterlagen zum Bewerbungstermin mit. Es gibt einige Fragen, die nicht zulässig sind. Diese Fragen werden manchmal trotzdem in einem Personalfragebogen, beim telefonischen oder persönlichen Bewerbungsgespräch gestellt. Es taktisch nicht klug, den Fragenden darauf hinzuweisen, dass seine Frage nicht erlaubt ist. Statt dessen können Sie bei solchen Fragen einfach lügen, wenn es für Sie von Vorteil ist. Unzulässige Fragen sind:
Die Frage nach gesundheitlichen Einschränkungen muss nur dann wahrheitsgemäß beantwowrtet werden, wenn sich die Einschränkung nachteilig am Arbeitsplatz auswirken könnte. Ebenso müssen Vorstrafen nur dann wahrheitsgemäß angegeben werden, wenn Sie beruflich relevant sind (Beispiel: Jemand, der sich auf eine Stelle bei der Bank bewirbt, muss auf Nachfrage eine Vorstrafe wegen Unterschlagung angeben. Oder: Ein Kraftfahrer muss auf Nachfrage eine Vorstrafe wegen Trunkenheit am Steuer angeben). Tipp 10 - Das persönliche VorstellungsgesprächSie haben die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch bekommen, herzlichen Glückwunsch! Damit jenes auch so abläuft, dass Sie eine gute Chance haben, die Stelle zu bekommen, müssen Sie mit der Planung anfangen. Versuchen Sie als erstes Informationen über die Firma oder die Behörde, die Sie eingeladen hat, zu beschaffen. Ziel dieser Informationsbeschaffung ist es:
Wenden Sie sich an die Kammern (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammern), an die Gewerkschaften, die sicher zu Auskünften bereit sind. (Außerdem können Sie beim zuständigen Amtsgericht EInblick in das Handelsregister nehmen. Dort sind alle wichtigen Daten über die Firma aus diesem Gebiet verzeichnet: das Kapital, die Namen der Geschäftsführer und Gesellschafter usw.) Wenn Sie zu dem Vorstellungsgespräch gehen, sollten Sie unbedingt Ihre Bewerbungsunterlagen und den Brieg mit der Einladung mitbringen. Wenn Sie Arbeitsproben zeigen wollen, ist jetzt eine gute Gelegenheit. Legen Sie diese Unterlagen am Besten schon einen Tag vorher bereit. Machen Sie sich zudem Gedanken über Ihre Kleidung: Ziehen Sie sich nicht "over-dressed" an, sondern geflegte und seriöse Alltagskleidung. Auch diese Kleidung legen Sie am Besten einen Tag vorher heraus. Seien Sie zu dem Vorstellungsgespräch auf jeden Fall PÜNKTLICH!
Es gibt eine Reihe von Fallstricken, die die Bewerber sich meist selber legen und die doch so einfach zu vermeiden sind. Dies sind beispielsweise abwertende Bemerkungen über die bisherige Firma oder Kollegen. Ein anderer Fallstrick sind Gespräche über Politik, religiöse oder ideologische Themen. Seien Sie auch sehr vorsichtig mit sachlichen Angaben über Ihre alte Firma. Wenn Sie zu redeselig sind, wird ihr Gegenüber annehmen, Sie könnten später auch in Bezug auf seine Firma den Mund nicht halten. Zum Abschluss des Gesprächs werden Sie die Details des Arbeitsvertrages ansprechen. Sie haben dann auch eine klare Reaktion, wie positiv das Gespräch für Sie verlaufen ist. Bedenken Sie übrigens, dass Ihr Gegenüber aller Wahrscheinlichkeit nach eine vielbeschäftigte Person ist. Sie wird Ihnen irgendwann mehr oder weniger deutlich zu verstehen geben, dass sie das Gespräch zu einem Ende bringen möchte. Achten Sie auf dieses Zeichen und reagieren Sie sofort. Sie wird Ihnen dankbar dafür sein. Wenn Sie sich über den Arbeitsvertrag einig geworden sind, dann drücken Sie Ihre Freude darüber aus. Aber tun Sie dies mit der gebotenen Gelassenheit. Der Eindruck, Sie hätten selbst nicht an den Erfolg geglaubt, trübt den Einstand. |
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